Was wir herausgefunden haben

#1

Künstler aus allen Genres zeigen eine besondere künstlerische Haltung, die im Kontext anderer Disziplinen ebenfalls hohes Potenzial hat und dort zunehmend wichtiger wird. Diese Haltung besteht aus folgenden Elementen:

Neugier. Grundsätzlich dazu bereit sein, wahrzunehmen, zu empfangen und zu lernen – bewusst und unbewusst, fokussiert und peripher.
Leidenschaft. Einen persönlichen Standpunkt haben, der mit Entschlossenheit vertreten wird und dennoch fähig sein, sein eigenes Ego zu überwinden, um etwas Neues zu schaffen.
Zuversicht. Trotz Ungewissheit und eigener Unzulänglichkeiten die wichtigen Dinge spielerisch anpacken und mit Initiative, Entschlossenheit, Mut und Ausdauer verfolgen.
Widerstandsfähigkeit. Potenziale in Veränderung, Konflikt und Krise erkennen. Offenheit für Feedback und Kritik. Bewusstsein für Fehler und Scheitern als Eventualität.

Neugier, Leidenschaft, Zuversicht und Widerstandsfähigkeit sind Eigenschaften, aber keine Alleinstellungsmerkmale von Künstlern. Jeder kann diese Eigenschaften entwickeln, weil sie nicht angeboren sind, sondern sich durch die künstlerische Praxis und mit der Zeit entwickeln.

#2

Die künstlerische Praxis ist ein nicht-linearer, iterativer Prozess, der aus immer wiederkehrenden Mustern künstlerischer Arbeitsweisen besteht, die über verschiedene Kunstgattungen hinweg nachweisbar sind. Dieser Prozess hat folgende Bestandteile:

Wahrnehmen. Beobachten, Zuhören, Kommunizieren, Erforschen, Sammeln, Fühlen und Fragen.
Reflektieren. Abstrahieren, Analysieren, Perspektive wechseln, Ideen erzeugen, Hinterfragen, Überdenken, Schlussfolgern und Entscheiden.
Spielen. Experimentieren, Komponieren, Improvisieren, Zusammenarbeiten, Entwerfen, Proben und Gestalten.
Aufführen. Zweifeln, Loslassen, Feedback, Kritik, Fehler, Scheitern und Verwirklichen.

#3

Das Durchlaufen dieses Prozesses führt mittelfristig zum Auf- und Ausbau allgemeiner Fähigkeiten zusätzlich zur eigentlichen Expertise.

Wahrnehmen verbessert die Kognition und Sinneswahrnehmung .
Reflektieren erhöht Achtsamkeit, Verständnis und die Entscheidungsfindung.
Spielen verbessert die Fähigkeit, zu entwerfen, zu gestalten, zu orchestrieren und mit anderen zusammenzuarbeiten.
Aufführen hilft dabei widerstandsfähiger zu sein und schwierigen  Situationen wertschätzend zu begegnen.

#4

Die künstlerische Haltung und der künstlerischer Prozess verstärken sich gegenseitig. Eine künstlerische Haltung erlaubt es, den künstlerischen Prozess tiefgreifender zu erleben. Das Durchlaufen des künstlerischen Prozesses verändert wiederum die Haltung.

#5

Organisationen, in denen der künstlerische Prozess gelebt wird, erzielen wichtige Ergebnisse:

Fragen werden anders gestellt.
Entscheidungen werden klarer getroffen.
Lösungen werden multivalent.
Ergebnisse werden wirksamer.

#6

Der künstlerische Prozess ist Ausgangspunkt für beides: die Entwicklung einer individuellen künstlerischen Haltung und auch die Entwicklung einer Kreativitätskultur auf Organisationsebene. Die kulturellen Werte einer Organisation entsprechen somit den Elementen der individuellen Haltung. Auf diese Weise entwickelt und verändert sich ihre Kreativitätskultur im Kern entlang der eigenen Tätigkeit:

Vielfalt. Vielseitigkeit und Entdeckergeist als Beitrag zum unternehmerischen Erfolg wertschätzen und die Sensibilität für das Umfeld erhöhen.

Sinnhaftigkeit. Selbstverständnis, das über rein wirtschaftliche Aspekte hinausgeht und so Mitarbeitermotivation, Mehrwert für die Kunden und eine tiefe Verbundenheit mit der Gesellschaft ermöglicht.

Freiraum. Wirkungsbereich und Ausrichtung sind klar definiert und lassen dennoch genug Raum für alle Mitglieder der Organisation beizutragen, und so Selbstwirksamkeit in der Zusammenarbeit mit anderen zu erfahren.

Beweglichkeit. Sich nicht vom eigenen Erfolg verführen lassen und sich immer wieder in Frage stellen. Wunsch nach Effizienz aber Verlangen nach Bedeutsamkeit. Fähigkeit, sich kontinuierlich zu verändern und zu erneuern.

#7

Die Kreativitätskultur und künstlerische Praxis in Organisationen bedingen sich gegenseitig. Eine Kreativitätskultur erlaubt es der künstlerischen Praxis sich voll zu entfalten. Die künstlerische Praxis lässt wiederum die Kreativitätskultur reifen.

#8

Künstlerische Haltung und Kreativitätskultur bilden eine starke Verbindung zwischen den Menschen und ihrer Organisation. Auch sie verstärken sich gegenseitig: Individuelle Neugier führt z.B. zu organisatorischer Vielfalt. Umgekehrt führt eine individuelle Leidenschaft zu mehr Sinnhaftigkeit der Organisation.

#9

Ein solches gemeinsames Wertesystem hilft dabei, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen besser bewältigen zu können. Es führt zu mehr:

Interaktion und Intention.
Erkenntnis (Insight) und Intuition.
Imagination und Erfindergeist (Invention).
Innovation und Inspiration.

#10

Wenn Ihre Arbeit bedeutungsvoll, originell und lebendig ist, wenn sie also etwas gestaltet, dann werden sich das Produkt Ihrer Arbeit, Ihre Arbeitsweise und Ihre Haltung weiterentwickeln. Der künstlerische Prozess vereint viele Handlungsmuster. Sie müssen situativ entscheiden, welche Sie anwenden. Der Prozess ist nicht linear. Nicht alle Ergebnisse sind vorhersehbar. Vieles entwickelt sich im Laufe der Zeit: Suchen und finden – allein und mit anderen, anstatt sich auf Rezepte, Anweisungen oder Verfahren zu verlassen beschreibt den Weg des Künstlers.

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