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AoA: Wie sind Sie zur Dichtung gekommen?

Campbell: Durchs Lesen. Im Lesen konnte ich eine ästhetische Erfahrung machen, die ich so aus anderen Kunstgattungen, wie der Oper, dem Film oder der Malerei, nicht kenne. Beim Lesen bin ich frei von allen zeitlichen Bestimmungen. Im Kino muss ich den Film so sehen, wie ihn andere geschnitten haben, oder die Partitur in dem Tempo hören, das andere vorgeschrieben haben. Das Lesen ist daher für mich eine sehr autonome ästhetische Erfahrung. Ich kann auf jedem Wort verweilen und den Text in mir entstehen lassen. Diese Erfahrung ist für mich ausschlaggebend gewesen. Meine Lyrik beschäftigt sich sehr stark mit zeitgenössischen Phänomenen. Sie werden Gedichten über die Concorde finden, über die Raumfahrt und im Moment arbeite ich an Gedichten zur Anästhesie. Das sind gewissermaßen alles Mythen der Gegenwart, also Symbole, die nicht nur einfach Objekte oder technische Errungenschaften im nüchternen Gang der Geschichte, sondern Dinge, mit denen Menschen zu tun haben. Dahinter verbergen sich Überzeugungen, Vorstellungen und Fantasien, die in einer ästhetischen Erfahrung reflektiert und dem Publikum dargeboten werden. Deshalb mache ich Literatur.

AoA: Gab es einen Schlüsselmoment, in dem Sie sich für diesen Weg entschieden haben?

Campbell: Ich glaube nicht, dass es eine Initialzündung gab, es war vielmehr ein Prozess, bestehend aus vielen Erfahrungen. Vielleicht anfangs auch ein Weg, mir eine Heimat in den Sprachen zu schaffen, die meine primären Zugänge zur Wirklichkeit sind, das Deutsche und das Englische. Ich bin ja in Boston geboren und bis ich dreizehn Jahre alt war, habe ich in den USA gelebt. Englisch ist meine erste Sprache gewesen. Ich habe aber auch eine deutsche Mutter und wir sind dann nach Deutschland gezogen. Die Ambivalenz zwischen diesen beiden Sprachen und die Frage nach der Herkunft, hat daher sicherlich auch etwas damit zu tun, warum ich schreibe. Aus einer Unsicherheit, sozusagen. Gerade in meinem Fall, in dem die Biografie diese eine Bruchstelle hat, bemühe ich mich durch die Literatur eine gewisse Konsistenz in der Expressivität zu gewinnen. Nicht bewusst, aber rückblickend kann ich das mit Gewissheit sagen. Aber auch andere Erfahrungen waren wichtig, zum Beispiel Der Tod des Vergil von Hermann Broch. Durch eine solche Lektüre kann es passieren, dass man die Wirklichkeit plötzlich anders sieht, dass eine Epiphanie geschieht. Oder der Verein, den ich vor vielen Jahren mit Freunden in Aschaffenburg gründete und dem wir einen der spießigsten Namen überhaupt verpassten: Verein zur Förderung der Dichtung am Untermain. Wir haben uns jede Woche irgendeinen Begriff vorgenommen – Blau, Saxophon, Mumienpornographie usw. Zu diesem Begriff musste jeder innerhalb einer Woche ein Gedicht verfassen und dann präsentieren. Anschließend haben wir darüber diskutiert. Hier habe ich gelernt, dass Literatur ganz entscheidend zur Bildung einer Gemeinschaft beitragen kann. Sie gibt einer Gemeinschaft eine Mitte, einen Bezugspunkt.

AoA: Unterscheidet sich Literatur darin von anderen Kunstgattungen?

Campbell: Die Literatur hat ein Alleinstellungsmerkmal unter den Künsten. Sie hat etwas, das die anderen Künste nicht haben. Sie hält die Zeit an bzw. die Zeit derer, die die Kunst konsumieren und gibt sie zu ihren Bedingungen her. Literatur schenkt die Grunderfahrung der Autonomie und der Intimität. Leider nehmen die Literaten eben dieses Merkmal – die Schriftlichkeit der Literatur – nicht immer allzu ernst. Wie schon kurz angedeutet, ist es das, was die Literatur von den anderen Gattungen unterscheidet. Ich kann auf jeder Silbe, auf jedem Satz so lange verweilen, wie ich will. Festivals und Poetry Slams zeigen Literatur in ihrer Oralität, als Gesprochenes, aber die Schriftlichkeit gibt der Literatur eigentlich ihre Kraft. Die Literatur ist eine ästhetische Erfahrung, die mittelbar ist, d.h. sie wird über den Akt des Lesens vermittelt. Der Autor hat nach der Veröffentlichung seines Geschriebenen letztlich keine Kontrolle mehr. Es ist ja gerade das Schöne, dass der Text je nach Biografie oder Lesesituation der Konsumenten eine eigene Potenz entwickelt. Darauf hat man als Autor nicht allzu viel Einfluss. Natürlich arrangiert man eine Sprache und Bilder, man interveniert, sabotiert vielleicht, aber letztendlich hat man keinen Einfluss darauf, was beim Leser passiert, welcher Text quasi in ihm entsteht. Aber der Text ist nur so gut wie seine Leser.

AoA: Aris Kalaizis sagt, er möchte hinter sein Bild zurücktreten. Finden Sie sich hier wieder? Sie machen die Tür auf und der nächste Schritt muss dann vom Leser kommen?

Campbell: Ja und nein. Ich glaube, ganz so einfach ist es nicht. Als Kunstschaffender kann man sich ein Stück weit zurücknehmen, hinter seine Produktion zurücktreten als eine Art Anerkennung dieser autonomen Erfahrung, die man dem Publikum ermöglichen will. Gleichzeitig enthält ein Text oder ein Bild sehr viel Subjektivität, auch Intentionalität, die nicht abweisbar und loslösbar vom Text ist. Auch wenn man die Kontrolle über die Deutung des Textes preisgibt. Und gerade in der westlichen Welt, wo es um Individualismus und Einzigartigkeit geht, beschäftigen wir uns nicht nur einfach mit diesem Text oder Bild, sondern wir interessieren uns auch für die Persönlichkeiten, die es hervorgebracht haben. Aris Kalaizis erklärt seine Bilder nicht. Und trotzdem gibt es eine Biografie, die jedem zugänglich ist. Bei Aris Kalaizis kann man zum Beispiel schon am Namen vermuten, dass er griechischer Abstammung ist. Und das beeinflusst, wie auch immer, den Betrachter seiner Bilder. Dass Gute daran ist, dass die Autonomie des Rezipienten beim Konsumieren von Kunst ab einem bestimmten Punkt so stark wird, dass andere Einflüsse, wie eben zum Beispiel die Biografie des Künstlers, nebensächlich werden.

AoA: Bevor wir das Biografische verlassen – neben Ihrer literarischen Arbeit waren Sie auch als Wissenschaftler tätig. Wie verbinden Sie beides miteinander? Welche Überschneidungen gibt es?

Campbell: Nun ich arbeite ja für das Bistum Limburg. Das literarische Schreiben hat nicht nur mein Interesse für die literarische Kunst geweckt, sondern für Geschaffenes im Allgemeinen. Es geht immer darum, die Welt beschreiben zu wollen. Diesen expressiven Willen, der in jedem Kunstwerk steckt, zu identifizieren und mich dafür in Kunstwerke hineinzudenken, diesen Drang hätte ich nicht gehabt, wenn die Literatur ihn nicht produziert hätte. Diesem Willen zu Grunde liegt Neugier und darin sind sich Literatur und Wissenschaft sehr ähnlich, wenn die Wissenschaft auch weniger risikofreudig ist. Sie kennen sicher all diese Anekdoten von Schriftstellern, die sich in ihrem Leben komplett verloren haben wie Joseph Roth oder Edgar Allan Poe. Das ist das Risiko der Literatur, sie ist in ihrer Neugier exzessiv. In der Wissenschaft finden wir gewissermaßen eine domestizierte Form der Neugier. Sie ist institutionell, gezähmter, geschliffener, risikoärmer.

AoA: Zähmt die wissenschaftliche Arbeit Ihre künstlerische Seite?

Campbell: Ich glaube, das Unmaß bezieht sich darauf, wie die Neugier befriedigt wird. Ich würde nicht sagen, dass die Wissenschaft ein Regulativ für künstlerische Arbeit ist. Im Gegenteil: Sie sediert und vergiftet eher künstlerische Erkenntnis, weil sie kein Risiko eingehen muss. Die Texte, die Wissenschaftler produzieren, sind immer hinter einer Thematik geschützt, die nicht notwendig etwas mit der Person des Forschers zu tun hat. Bei literarischen Texten ist das anders. Die Neugier und das Unmaß an Neugier bricht sich in der symbiotischen Person von Autor und Leser. In diesem Prisma entsteht Literatur.

AoA: Warum machen Sie beides?

Campbell: Ich bin ausgebildeter Theologe und Altphilologe. Die Theologie macht mich vielleicht – aber daran kann man oft zweifeln –  für viele Dimensionen menschlicher Existenz sensibel – obwohl ich manchmal sicherlich ziemlich unsensibel bin. Theologie macht ja leider nicht gleich auch makellos oder unfehlbar; sie verdirbt einen auch ein bisschen. Im besten Fall aber macht Theologie sensibel. Das reicht von der Ethik bis hin zu einer gewissen Spiritualität und dem Bewusstsein für Tradition. In meiner Lyrik spielt das Bewusstsein für Tradition eine große Rolle. Literatur entsteht ja auch nicht in einem luftleeren Raum, sondern in Konfrontation mit Literatur, die andere vor mir geschrieben haben. Ein Beispiel: In meinem dritten Gedichtband gibt es eine Reihe Gedichte mit dem Titel Rilke-Exorzismen. Es sind Übermalungen. Die Klangstruktur von Rilkes Gedicht wird in meinem Exorzismus mit einer neuen Bedeutung überschrieben, aber Der Panther oder Das Karussell ist trotzdem noch im Hintergrund zu hören. Ich bin nicht der Erste, der ein Gedicht schreibt, sondern stehe in einer Tradition der Ausdrücklichkeit. Wie in der Theologie geht es dabei um eine Verknüpfung zwischen dem Jetzt und allen Stufen des Vorausgegangenen.

AoA: Wie wichtig ist diese Verknüpfung, der Blick auf das, was schon passiert ist?

Campbell: Für mich ist das Lesen vor dem Schreiben ein zentraler Moment. Das klingt offensichtlich, aber wenn man bedenkt, dass sich einige Autoren der Gegenwart nur für sich selbst zu interessieren scheinen, kann man es nicht oft genug wiederholen. Man kann ja nur das lesen, was schon geschrieben ist und nur fortschreiben, was man erlesen hat. Ich habe Altphilologie studiert, weil ich dachte, dass es etwas Ursprüngliches gibt und alles, was danach kommt, nur ein Kommentar darauf sein kann. So kann man auch das Verhältnis, das ein Autor zu allen Autoren, die er gelesen hat, als eine Art Abkunft beschreiben. Und es geht noch weiter: Die meisten Künstler leben und arbeiten mit dem Gedanken, etwas zu hinterlassen. Wir wollen etwas schaffen, das uns überlebt. Diese Expressivität kann uns aus unserer Isolation befreien, indem sie aus der Vergangenheit in unsere Gegenwart reicht oder indem sie die Zukunft beleuchtet.

AoA: Wie entstehen Ihre Gedichte?

Campbell: In meinem zweiten Gedichtband beziehen sich die Gedichte auf die klassische Phase der Raumfahrt zwischen dem sogenannten Sputnik-Schock 1957 und der letzten Apollo-Mission 1972. Er befasst sich zum Beispiel mit dem Tod von Juri Gagarin, der Raumstation Mir usw. Alle historischen Fakten in diesem Zusammenhang habe ich als eine Mythologie der Gegenwart des zwanzigsten Jahrhunderts betrachtet. Ich wollte das Handeln der Menschen im technischen Erfindungs- und Entwicklungsdrang nicht nur als etwas Technisches lesen sondern als einen Zustand, in dem sie ihre Grenzen überschreiten. Und dazu brauche ich eine andere Sprache. Die Poesie mit ihrem ständigen Verschieben und Sabotieren von Alltagssprache ist dafür prädestiniert. Wenn ich nur sachlich feststellen würde, dass die Raumfahrt ein Mythos und Juri Gagarin ein Held ist, wäre damit nicht viel gewonnen. Wenn ich aber ein Gedicht schreibe, das es mit Bildern und meinem subjektiven Erleben zusammenführt, wird es auf andere Weise evident. Meine Herangehensweise dabei ist nicht immer gleich. Bei den Apollo-Missionen zum Beispiel war ich der Meinung, dass jeder Mission ein Gedicht gewidmet sein sollte, weshalb ich mich zu jeder einzelnen Mission sehr eingehend eingelesen habe. Ich habe Transkripte des Funkverkehrs gelesen, historische Fotografien studiert und Filmmaterial angesehen. So entstehen während der Beschäftigung mit dem Thema einzelne Bilder, Sätze, Formulierungen, die später irgendwo im Gedicht einen Platz finden. Mir schien aber auch die übliche Präsentation des Sonetts etwa für die Sonette an Apollo zu statisch. So habe ich zwar zunächst die Vers- und Klangstruktur eines Sonetts verfasst, aber die Zeilen dann über das Blatt wie schwebend verteilt. So spricht auch die Leere des Blattes mit, als Kosmos, worin die Gedichtzeilen sind.

AoA: Das Gedicht entsteht also zumindest teilweise schon während der Recherche…

Campbell: Ja, beides überlagert sich jederzeit. Der Einfall ist letztendlich nicht beherrsch- oder kontrollierbar, er kommt einfach. Bei mir besonders dann, wenn ich recherchiere. Die Recherche ist für mich eine Art Meditation. Wenn ich ein Naturlyriker wäre, würde ich mich unter einen Baum setzen und fünf Stunden den Fluss beobachten. Aber ich schreibe über die Raumfahrt. Im Vorgang des Lesens, des Recherchierens will ich mir die Welt des Gedichts so präsent wie möglich machen, um die in ihm enthaltenen kreativen Möglichkeiten zu spüren und zu sehen und mich dafür öffnen zu können.

AoA: Können Sie etwas näher beschreiben, wie sich das anfühlt?

Campbell: Es ist eine Ergriffenheit. Ich weiß, dass klingt banal. Es ist aber so. – Ich bleibe mal bei den Sonetten. Die erste Apollo-Mission ist auf kolossale Weise gescheitert. Der Test ist schief gelaufen, die Astronauten sind auf dem Boden des Testgeländes verbrannt und man hat trotzdem weiter gemacht. Eine Katastrophe direkt am Beginn des Projekts, doch der Drang, es auf den Mond zu schaffen, war so groß, dass man weitergemacht hat. Mit diesem ersten Schritt ins Feuer hatte ich auf einmal ein starkes Bild und das war ein bedrohlicher und zugleich inspirierender Moment, von dem ich ergriffen war. Ich wusste, dass die Idee des Feuers das Gedicht tragen wird.

AoA: Was sollen Ihre Gedichte bei anderen auslösen?

Campbell: Freude, Bewunderung, möglicherweise Neid. Neid auf meine Lust, Texte zu schreiben. Neid ist ein drastisches Wort, aber es ist schon so etwas in der Art. Bei Besprechungen, die ich selber zu anderen Gedichtbänden schreibe, fällt mir das besonders auf. Ich beneide andere Dichter um ihre guten Texte. Meine Texte sollen neidisch darauf machen, wie viel Spaß man mit einem Gedichtband haben kann. Freude, Bewunderung oder eben Neid hervorzurufen, funktioniert nur, wenn man es selber für andere genauso empfinden kann. Wenn ich Gedichte von anderen lese, was ich unheimlich gerne mache, dann bewundere ich das, was Kollegen schaffen und manchmal neide ich es ihnen auch. Aber sowohl Neid als auch Bewunderung für das Werk des anderen ist auch Anerkennung dieser anderen Person und ihrer Eigenständigkeit. Bewunderung ist die Verschmelzung mit einem anderen Werk und Neid ist die Differenz, die man zwischen sich selbst und dem anderen Werk empfindet.

AoA: Welche Rolle spielen Methoden, Techniken in Ihrer Arbeit?

Campbell: Es gibt einen Kanon an Techniken und Formtraditionen, deren ich mich bediene. Ich schreibe aber nicht nur ein Sonett, weil ich einen gewissen Rhythmus erhalten möchte. Formbewusstsein ist mit der Einsicht verbunden, dass das, was ich sagen möchte, eine gewisse Temperierung braucht. Und Techniken wie Parallelismus, Asyndeton, Stilbruch, Variation von Hochsprache und Umgangssprache usw. sind letztendlich rhetorische Stilmittel. Für welche ich mich entscheide, hängt natürlich auch von meinem Geschmack ab, von den Erfahrungen, die ich selbst beim Lesen von Poesie gemacht habe.

AoA: Wie bewusst treffen Sie diese Entscheidungen?

Campbell: Wenn sie zu bewusst sind, entwickelt sich eine Art Manierismus. Der bewusste Einsatz von Stilmitteln wirkt oft bemüht und konstruiert. Für mich geht es darum, die Dinge so zusammenzufügen, dass ein harmonischer Moment der Expressivität daraus entsteht.

AoA: Unterscheiden Sie sich darin von anderen?

Campbell: Ich glaube nicht, dass es in der Gegenwart so etwas wie einen poetischen Mainstream gibt. Poetiken können heute nebeneinander stehen, ohne miteinander zu konkurrieren. Sie verwenden andere Zugangsweisen zur sprachlichen Wirklichkeit. Wenn ich beobachte, was aktuell an Poesie veröffentlicht wird, sehe ich zwei Extreme: Einerseits eine Neigung zum absoluten Sprachexperiment und auf der anderen Seite den unbedingten Wunsch, althergebrachte Formen wiederzubeleben. Es gibt aber – und das ist entscheidend und wichtig –  ganz, ganz viel dazwischen. Beides kann sehr konstruiert wirken in seiner bemüht diesseitigen Modernität oder eben seiner verklärten Verträumtheit. Was mich betrifft, ich versuche Modernität, also zum Beispiel technische Aspekte in eine Sprache zu fassen, die stark mit Gefühlen arbeitet, ohne gleichzeitig in kulturgeschichtliche Naivität zu verfallen.

AoA: Was können Menschen an der Poesie gewinnen?

Campbell: In der Literatur und im Besonderen von der Poesie können Menschen erfahren, ohne Fremdbeanspruchung oder drastische äußere Reize zu sich selbst zu finden. Allein mit Fantasie ist es möglich, eine Innenwelt zu schaffen, die eigentlich nur aus Wörtern auf einem Blatt Papier besteht. Wenn man sich mit Literatur beschäftigt, beschäftigt man sich vor allem mit Menschlichkeit. Es geht um die Entdeckung der eigenen Persönlichkeit und der Vielheit der Persönlichkeiten durch das Versinken in Literatur. Literatur trainiert Empathie, denn sie erfordert Perspektivwechsel. Außerdem schult Literatur die Wahrnehmung und die Präzision des Ausdrucks, aber das ist ein Nebeneffekt. Im Wesentlichen übt Literatur unsere Empathiefähigkeit. Und man merkt es auch, Menschen, die nicht lesen, die keine Literatur lesen, sind meistens hoffnungslos selbstbezogen.

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