“Das erste was mir in den Sinn kommt wenn ich über künstlerische Haltung nachdenke, ist offen zu sein.” sagt Sharon Molloy, professionelle Künstlerin. Sie ist in Großbritannien geboren und aufgewachsen, begann jedoch zu reisen als sie auf die Winchester School of Art, eine Kunsthochschule bei London ging. Von dem Moment an habe sie ihre Welt vergrößert und gelernt, wie wichtig es sei aufgeschlossen zu bleiben. Wir haben Sharon Molloy gesprochen, um zu verstehen inwiefern ihr, auf wissenschaftlichen Prozessen beruhender, kreativer Schöpfungsprozess sich weiterentwickeln. Wir waren auch Neugier zu erfahren, wie die Dinge die sie während ihres Schaffensprozesses erlernt hat, auf Organisationen übertragen werden können. Offen und neugierig zu bleiben, half ihr, zu lernen und neue Erfahrungen zu machen während sie die Welt bereiste. Sie erkennt, dass neugierig zu sein eine entscheidende Rolle spielt, wenn es darum geht zu lernen, etwas neues zu schaffen und ihre Kunst weiter zu entwickeln. “Ich habe diese treibende Neugier immer gespürt. Wenn ich etwas neues mitbekomme, möchte ich sofort alles darüber erfahren.”

Molloy erklärt, “es gibt wirklich keine abgeschlossenen Zustände. Solche getrennten Augenblicke existieren nicht…wir Menschen denken, dass etwas beginnt und endet, damit wir das Ergebnis wiederverwenden können.” Obwohl alles was wir lernen sich bewegt und weiterentwickelt. “Ich habe einige Methoden für mich entwickelt… weil ich offen bleibe und spielerisch bin.”

Dark Matter

“Neugier lässt mich als Künstlerin und generell in meinem Leben Anteil nehmen. Wenn ich es schaffe, in ‘Nicht-Künstlern’ das Interesse zu wecken und sie zur Interaktion zu bewegen, könnte ich mir nichts sehnlicheres wünschen,” schwärmt Ms Molloy. Sie sieht ihre Rolle als eine Möglichkeit, Menschen die normalerweise nicht mit ihrer Form der Kunst in Berührung kommen (Networkism) in Kontakt zu treten, eine neue Perspektive zu geben und bezog sich während des Interviews auf eine Anekdote über eine Gruppe von Zahnärztinnen, mit welchen sie die Möglichkeit hatte während einer Ausstellung zu interagieren. Und sie (die Zahnärzte) erkannten, dass sie ein Netzwerk bildeten, so wie es auf den Bildern von Molloy dargestellt ist.

White Web

Sharon Molloy genießt es, neue Dinge zu lernen und zu entdecken. Sie sagt, sie war schon in der Schule an den Wissenschaften interessiert, musste sich aber zwischen diesen Fächern und ihrer Kunst entscheiden, wofür sie sich festlegte und merkte, dass beide viel gemein haben. Beide beinhalten Neugier und das Streben nach Wissen. Sie erklärte, “manchmal ist meine Arbeit in Magazinen publiziert worden, die Kunst und Mathematik oder Kunst und Wissenschaft zum Thema haben. Es gibt Momente, in denen ich mich eher wie eine Wissenschaftlerin fühle und mein Studio einem Versuchslabor ähnelt.” Molloy glaubt, dass Organisationen von ihrem Weg abgekommen sind, sich zu sehr auf den Gewinn konzentrieren und nicht auf “Kunden, Gesellschaft und Umwelt. Ich denke etwas fehlt dabei.” Des weiteren erklärt sie, dass “ wir uns dessen bewusst sein sollten, dass alles was wir als Individuen tun, einen enormen Einfluss auf einen viel größeren Zusammenhang hat.” Es ist dieses Bewusstsein für Zusammenhänge die ihr helfen ihren kreativen Prozess voran zu treiben und weiter Fragen zu stellen.

Sharon Molloy glaubt, dass Kunst eine transzendente Sprache ist, “sodass man mit visueller Kunst etwas erleben kann, dass über Sprache hinaus geht. Man kann Dinge ausdrücken, die sich unterscheiden und gleichzeitig miteinander verbunden sind. Man kann alles Paradoxe sehen.” Sie stellt fest, dass wir mehr davon brauchen, vor allem in der Welt in der wir leben, wenn wir als Spezies überleben wollen und das Privileg zu schätzen wissen, auf diesem Planeten und in diesem weiten Universum zu leben.

Lesen Sie das vollständige Interview (nur auf Englisch).

Blue Web

Interview: Dirk Dobièy
Transkription: Eugen Buss
Blog-Beitrag: Adina Asbeck
Bildquelle: Sharon Molloy

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